Von den Anfängen des LVE bis heute - Rückblick auf über 40 Jahre LVE

Es war im Frühjahr des Jahres 1968 als einige junge Leute unter der
Regie von Peter Frey eine Leichtathletik-Abteilung beim Fußballverein
in Ettenheim gründeten. Grund dafür war damals eigentlich nur das
jährliche Ablegen des Sportabzeichens. Leichtathletische Anlagen waren
noch nicht vorhanden, es wurde auf dem Fußballplatz trainiert. Schon
bald wurde dann aber ein geordnetes Training eingeführt und die ersten
Erfolge bei Wettkämpfen stellten sich ein – zugleich aber auch die
Einsicht, dass weitere Erfolge nur auf  ordentlichen Sportanlagen
erzielt werden können.
Bereits 1969 wurde in Absprache mit der Stadt
Ettenheim der erste Abschnitt der heutigen 400-Meter-Bahn – nämlich die
100-Meter-Gerade – in Angriff genommen und im Frühjahr 1971 war dann
die gesamte 400-Meter-Bahn fertig gestellt. In hunderten von
Arbeitsstunden haben die Leichtathleten schon damals bewiesen, dass sie
nicht nur Sport treiben können. Natürlich konnten diese baulichen
Leistungen nur durch Zuschüsse seitens der Stadt,  des Badischen
Sportbundes und durch Spenden von Vereinsmitgliedern und Ettenheimer
Betrieben geschultert werden. Die Grundlage für ein weiteres Wachstum
war damit gelegt. Die Leichtathleten hatten endlich eine Heimat.Auch
die ersten Erfolge bei Badischen Meisterschaften stellten sich ein.
Natürlich reifte durch die ersten Erfolge der Plan, einen eigenen
Verein zu gründen. 10 Jahre nach den Anfängen als Sparte beim
Fußballverein wurde die Trennung vollzogen und ein neuer Verein unter
dem Namen Leichtathletikverein Ettenheim 1968 e.V. gegründet. 1.
Vorstand wurde damals Alfred Jäger, sein Vize war Peter Frey. Der
Eintrag im Vereinsregister erfolgte am 15. 3. 1978. Wenn man vom
Vereinsregister der Stadt Ettenheim ausgeht, besteht der LVE also erst
seit 30 Jahren.
Bereits ein Jahr später begann die Ära Ohnemus. Im März
1979 wurde Fritz Ohnemus zum 1. Vorsitzenden gewählt und hatte dieses
Amt bis 1991 inne. Lothar Wildt , Peter Zepner und Rüdiger Bührer
unterstützen ihn im Laufe der Jahre jeweils als 2. Vorsitzende.  Fritz
Ohnemus machte den LVE in Ettenheim hoffähig. Unter seinem Vorsitz
entstand das Klubhaus mit Duschen, Umkleideräumen und einem Geräteraum.
Den Neubau haben die Vereinsmitglieder nahezu vollständig in
Eigenleistung errichtet. Das Bärenbrunnenfest wurde vom LVE ins Leben
gerufen und  1980 zum ersten Male durchgeführt. Badminton und
Volleyball kamen 1982 als selbständige Sparten in den Verein dazu.
Bereits 1977 erweiterte sich der LVE durch einen Lauftreff, im Jahre
2002 folgte schließlich die Inline-Abteilung.
In  den 80 Jahren
übernahm Rüdiger Kaminski das Training von Schülerinnen und weiblicher
Jugend. Durch sein gezieltes und intensives Training gelangen viele
außerordentliche Erfolge. Gekrönt wurde seine Trainerarbeit mit den
Siegen der Mädchengruppe im Finale „Jugend trainiert für Olympia“ in
Berlin 1986 und 1988 – dies geschah in Zusammenarbeit mit dem
Städtischen Gymnasium Ettenheim.
Zur Verbesserung der Rahmenbedingungen
hat sich der Verein in dieser Zeit entschlossen, ein Kleinspielfeld mit
Kunststoffbelag mit Weit-, Hoch- und Stabhochsprunganlage zu bauen. Die
sehr hohen Baukosten wurden dank der erbrachten sportlichen Leistungen
vom  Badischen Sportbund mit über DM  100.000.- bezuschusst. Der
Bauplatz wurde dem LVE von der Stadt Ettenheim als Erbpacht überlassen.
Der Verein erbrachte auch hier Eigenleistungen, die restlichen Kosten
wurden von der Stadt übernommen, auch deshalb da nun auch Gymnasium,
Haupt- und Realschule endlich Platz für mehr sportliche Betätigung
fanden. Dazu wurde ein Geräteraum in Form einer Garage angegliedert,
der durch die doppelte Nutzung durch Verein und Schulen schon immer zu
klein war. Am 3. 9. 1988 wurde das Kleinspielfeld dann feierlich
eingeweiht.
In dieser Zeit hatte der LVE auch schon einen überragenden
Ausdauersportler in seinen Reihen. Die Rede ist von Heinz Hüglin. 1988,
1989 und 1991 wurde er Deutscher Meister im 100-km-Lauf. Durch seinen
großen Bekanntheitsgrad konnte er seine Idee, Laufsportbegeisterte aus
Nah und Fern  zum Abschluss der Laufsaison zu einem Stadtlauf
nach Ettenheim einzuladen, verwirklichen. Im letzten Jahr feierten wir
die 25. Wiederholung des Ettenheimer Stadtlaufs mit dem Jubiläumslauf.
1991 trat dann Robert Ohnemus die Nachfolge von Fritz Ohnemus als
Vereinsvorsitzender an. Bis 1999 unterstützte ihn Rüdiger Kaminski als
2. Vorsitzender. In dieser Zeit konnte der LVE mit Werner Letz einen
hervorragenden Sportlehrer als Trainer für Schülerklassen gewinnen. Der
ehemalige Sportpädagoge war in der DDR als Leistungsträger im
Spitzensport tätig und führte Petra Vogt und Ingelore Lohse zu
Europameisterinnen. Er begleitet seine Jungs bis heute zu
hervorragenden Leistungen und bis hin zu Deutschen Meisterschaften.
Im März 1999 übernahmen Peter Zepner und Heidi Lehmann zusammen mit
einem
motivierten Vorstandsteam die Leitung des Vereins. Sportlicher Höhepunkt
dieser Ära war das 25. Jubiläum des Ettenheimer Stadtlaufs im Jahr
2007, das mit neuem Marketing- und Sponsoring-Konzept angegangen und
mit großem Erfolg organisiert wurde. Ein weiteres Großereignis, das der
LVE mitgestaltete, war die 700-Jahr-Feier der Stadt Ettenheim in 2005
für das eigens mittelalterliche Kostüme gefertigt wurden.
Die Erweiterung und Sanierung der vereinseigenen Anlagen wurden
ebenfalls unter Regie von Peter Zepner als Vorsitzenden angegangen. Eine
zweite Gerätegarage wurde im Jahr 2008 errichtet und  die beiden
Garagen mit einem Überbau versehen, der u.a. auch für gesellige Hocks
genutzt werden kann. So konnte das 40-jährige Vereinsjubiläum im August
2008 dort gleichzeitig mit der Einweihung der neuen Räumlichkeiten
gefeiert werden. Darüber hinaus wurde 2009 die Erneuerung des in die
Jahre gekommenen Kunststoffbelags auf dem Kleinspielfeld realisiert.
Im Januar 2010 trat erstmals ein Vorstands-Trio an die Spitze des
LVE. Reiner Aures, Claudia Müller und Manfred Teschner traten in die
Fußstapfen von Peter Zepner und Heidi Lehmann und lenken seither die
Geschicke des Vereins.